Cultural Differences

Am Dienstag hatte ich das zweifelhafte Vergnügen als Zuhörer an einem „Renewable Energy Forum“ teilzunehmen. Leider war es etwas entäuschend, da es die Schwächen der ganzen Diskussion aufgezeigt hat. Der Gastredner aus Schweden ergoß sich in Schreckensszenarien und beendete seine Sätze mit: „ich will nicht weiter Statistiken zitieren“, um dann wieder weitere Statistiken und Studien vorzubeten, sehr wahrscheinlich zum Großteil aus dem UN Report. Sein 2-min Lösungsansatz Umweltsozialismus und Biofuel. Während für Europäer der „schmerzhafte“ Verzicht bei der Reduzierung von CO2 im Vordergrund steht, ganz prominent nicht zu fliegen, gilt für die Taiwanesen die Umstellung zum Vegetarier. Calvin trifft Buddha. Also weniger fliegen und kein Fleisch essen und alle fühlen sich gut. Schön oder? Der Mensch ist das Zentrum seiner Welt, denn all das was ich tue machen die anderen auch. Das Klima ist ein statitisches Modell, es gibt keine Anpassungsmechanismen. Wenn man lange genug von etwas spricht, hauptsächlich unter Benutzung des Modalverb sollen, dann wird daraus eine Tat. Brave new world.

Vielleicht reden wir dann auch mal irgendwann über Produktion, Ökonomie, verschiedene Entwicklungsphasen und die nächste Generation…

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3 Antworten zu Cultural Differences

  1. korangan schreibt:

    Raff ich jetzt nicht so?! Wie kann der Schwede nach der Nahrungskatastrophe in der Dritten Welt von Biosprit reden. Und was meinst du genau mit Umweltsozialismus. Für einen nachhaltigen Klimaschutz- und eigentlich geht es ja hier nicht um den Schutz des Klimas, denn es schert dem Klima herzlich wenig ob es geschützt wird oder nicht, es geht ja hier um den Schutz von Teilen der Menschheit – hat man halt keine kurzfristigen Lösungen parat. Das zumindest habe ich von meiner Diät gelernt.

  2. Cathay Observer schreibt:

    Zu seiner Verteidigung sei gesagt, dass dies nur eine Übergangslösung ist, bis der Hybrid zum Beispiel markzfähig ist. Umweltsozialismus beschreibt einen Zustand indem der Staat in das Leben eingreift indem er zum Beispiel Autos verbietet und Vorschriften über die Benutzung von Produkten macht. Dies wird durch Steuermittel finanziert. Nun ist der Staat aber auch keine Institution, die von Interessenkonflikten frei ist. Er findet auch durch seine massive Bürokratiestruktur nicht schnell genug Lösung und läuft Gefahr an sich selbst zu ersticken.P.S. du solltest mal wieder was in deinen Blog schreiben. 😉

  3. korangan schreibt:

    Nun ja…ich hab‘ noch kein interessantes Thema bzw. bin schreibfaul seit ich ein paar Jahren.

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